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Von der Schwierigkeit, ein englisches Abstract zu schreiben

Von der Schwierigkeit, ein englisches Abstract zu schreiben

Das Leben als Student eines Bachelor-oder Masterstudienganges hält immer wieder neue Fallstricke bereit. Nicht genug, dass man eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreiben und sich dafür ganz schön ins Zeug legen muss. Am Ende wird auch noch gefordert, dass man etwas, das zig Seiten umfasst, zu einem kleinen, handlichen Abstract zusammendampft. Und das auch noch auf Englisch.


Wie man aus viel wenig macht.


Eine Abschlussarbeit zu schreiben, ist selten ein Vergnügen. Abgesehen von der vielen Arbeit in Bibliotheken, dem Durchführen von Untersuchungen und der gründlichen Literaturrecherche, muss dann auch alles niedergeschrieben werden. Je nach Übung dauert dies mehr oder weniger lang. Hast du dann endlich viele viele Seiten produziert, stehst du vor der nächsten Aufgabe. Die kommt dir mindestens genauso schwierig vor. Du sollst deine gefühlt tausend Seiten umfassende Arbeit „zusammenfassen“ und dies dann auch noch ins Englische übersetzen.


Die Übersetzung ist nicht das Problem.


Vorneweg gesagt: Lass dich nicht von diesen beiden Wörtern, „Englisches Abstract“, nervös machen. Die Hauptarbeit liegt in der Zusammenfassung im Deutschen. Für die Übersetzung musst du dir zunächst ehrlich überlegen, ob du selber gut genug in Englisch bist. Gefragt ist hier nämlich die englische Wissenschaftssprache und die unterscheidet sich erheblich von der deutschen. Am sichersten ist es, wenn du die Übersetzung einer Bachelorarbeit mit dem dazugehörigen Abstract (oder der Masterarbeit mit Abstract) von Leuten machen lässt, die darin geübt sind und dir ein perfektes englisches Abstract liefern.


Erkenne das Wesentliche, kürze das Unwesentliche.


Wenn du beginnst, dein Abstract zu schreiben, nimm einen Schmierzettel zur Hand und versuche, die wichtigsten Faktoren deiner Arbeit stichpunktartig niederzuschreiben. Denke immer daran, dass der Leser von dem, was du ihm nun in Kürze darstellen willst, keine Ahnung hat. Wichtig ist, dass er weiß,  welcher Forschungsfrage du nachgegangen bist. Außerdem sollte der Leser den Zweck der Arbeit erfahren und die Art und Weise, wie du sie durchgeführt hast. Da ein Abstract einer wissenschaftlichen Arbeit kein Klappentext eines Buches ist, der Informationen nur anreißt, um die Spannung zu erhalten, muss dein Abstract natürlich auch das Ergebnis deiner Arbeit enthalten.


Der Bauplan deines Abstracts ist einfach.


Dein Abstract ist die Miniaturausgabe deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Daher kannst du dich getrost an deren Gliederung anlehnen. Du beginnst also mit der Darstellung der (groben) Gliederung deiner Arbeit, erklärst die Forschungsfrage und den Forschungskontext sowie die Forschungslücke, mit der du dich befasst hast. Dann stellst du deine Hypothese auf und erklärst, mit welchen Methoden und Auswertungsverfahren du diese Forschungslücke schließen willst. Schließlich beschreibst du deine Ergebnisse (positiv und negativ!) und interpretierst sie. Das Abstract sollte auch Empfehlungen für die weitere Forschung beinhalten.


Die Zauberworte lauten „präzise und kurz“.


Abstract bedeutet so viel wie „Kurzzusammenfassung“ und damit ist eigentlich alles erklärt. Halte dich ganz eng an deine Arbeit, denn ein Abstract sollte nichts enthalten, was nicht in deiner Arbeit steht. Die Länge eines Abstracts festzulegen, ist schwierig, doch sollten ein bis maximal zwei Seiten nicht überschritten werden. Und wichtig: Wenn dein Abstract ins Englische übersetzt werden soll, ist es wichtig, für die Übersetzung genug Zeit einzuplanen.

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